9. bis 19. Mai 2024 Deutschlandtour
Nach drei Jahren des Wartens war es endlich so weit: Meine lang geplante Deutschlandtour konnte
beginnen. Am 9. Mai startete ich gemeinsam mit meinem Freund Hermann zur ersten Etappe.
Unser Tagesziel war Erfurt – rund 432 Kilometer lagen vor uns. Um etwas Zeit zu sparen,
entschieden wir uns, einen Teil der Strecke über die Autobahn zurückzulegen.
Das Wetter war auf unserer Seite: Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen
erreichten wir bereits gegen 15:00 Uhr unser Hotel. Weil wir noch so viel Zeit hatten, wollten wir
den Tag nicht ungenutzt verstreichen lassen. Spontan beschlossen wir daher, die Gedenkstätte
Buchenwald zu besuchen.
Der Aufenthalt dort hinterließ einen tiefen Eindruck. Die weitläufige Anlage ist eindringlich und
geprägt von Geschichte. Man könnte problemlos einen ganzen Tag damit verbringen, alle Bereiche
zu erkunden und die zahlreichen Informationen aufzunehmen. Die Atmosphäre war bedrückend –
und zugleich von großer Bedeutung: ein Ort, der dazu anhält, innezuhalten und nachzudenken.
Tag 2 – Von Erfurt nach Dresden
Der zweite Tag unserer Deutschlandtour begann wie gewohnt um 9 Uhr. Für die Etappe von Erfurt
nach Dresden lagen rund 327 Kilometer vor uns. Diesmal entschieden wir uns bewusst gegen die
Autobahn und wollten die gesamte Strecke über Land- und Bundesstraßen zurücklegen. Das
bedeutete viele reizvolle Abschnitte – aber auch ein straffes Zeitmanagement.
Da wir unterwegs mehrere Sehenswürdigkeiten eingeplant hatten, merkten wir schnell, wie die
Stunden verflogen. Umso besser war es, dass wir die Gedenkstätte Buchenwald bereits am Vortag
besucht hatten – andernfalls wäre dieser Tag kaum zu bewältigen gewesen.
Trotz des dichten Programms konnten wir viel sehen und genießen. Die Landschaft veränderte sich
stetig, kleine Orte und historische Plätze säumten unseren Weg, und die Fahrt fühlte sich
abwechslungsreich und lebendig an. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir schließlich unser Hotel in
Dresden – zufrieden und erfüllt von den Eindrücken des Tages.
Tag 3 – Von Dresden über Görlitz nach Cottbus
Am dritten Tag unserer Deutschlandtour starteten wir wie gewohnt um 9 Uhr. Die heutige Etappe
war mit 239 Kilometern vergleichsweise entspannt, sodass wir genügend Zeit hatten, uns
unterwegs viel anzusehen.
Der Morgen begann mit einer kleinen Rundfahrt durch Dresden. Die Stadt beeindruckte uns sofort:
gewaltige historische Gebäude, prachtvolle Fassaden und ein Stadtbild, das Geschichte und
Moderne auf besondere Weise verbindet. Die kurze Sightseeing-Tour war ein echtes Highlight.
Weiter ging es Richtung Osten, bis wir schließlich Görlitz erreichten – die östlichste Stadt
Deutschlands. Dort legten wir unsere Mittagspause ein. Auch hier fielen uns sofort die vielen gut
erhaltenen historischen Gebäude auf. Die Stadt wirkte ruhig, charmant und voller architektonischer
Schätze.
Nach der Pause setzten wir unsere Fahrt fort und machten uns auf den Weg nach Cottbus, wo
unsere nächste Unterkunft lag. Die Strecke war angenehm zu fahren, und wir kamen entspannt am
Ziel an – ein rundum gelungener Tag mit vielen Eindrücken.
Tag 4 – Von Cottbus über Frankfurt (Oder) und das Schiffshebewerk
Niederfinow nach Schwedt/Oder
Wie an jedem Morgen starteten wir auch am vierten Tag pünktlich um 9 Uhr unsere Maschinen. Das
Wetter blieb weiterhin fantastisch – seit Beginn der Tour hatten wir keinen einzigen schlechten
Moment erwischt. Über schöne Land- und Bundesstraßen machten wir uns zunächst auf den Weg
nach Frankfurt (Oder).
Dort nutzten wir die Gelegenheit für einen kurzen Abstecher über die Grenze nach Polen, um
Zigaretten einzukaufen. Die Grenznähe machte das unkompliziert, und nach einer kurzen Pause
ging es wieder zurück auf die Strecke.
Unser nächstes Ziel war das Schiffshebewerk Niederfinow – ein beeindruckendes technisches
Bauwerk und zugleich eines der Highlights unserer Tour. Dort legten wir unsere Mittagspause ein
und nahmen uns Zeit, die Anlage in Ruhe zu besichtigen. Die Dimensionen und die Ingenieurskunst
hinter dem Hebewerk waren beeindruckend und boten einen spannenden Kontrast zu den eher
historischen Sehenswürdigkeiten der Vortage.
Nach der Besichtigung setzten wir unsere Fahrt fort und machten uns auf den Weg zu unserer
Unterkunft in Schwedt/Oder. Nach insgesamt 294 Kilometern erreichten wir gegen 17 Uhr unser
Hotel – zufrieden und erfüllt von einem weiteren abwechslungsreichen Tag voller Eindrücke.
Tag 5 – Von Schwedt über Usedom entlang der Küste nach Stralsund und
weiter nach Göhren
Wie gewohnt saßen wir auch an diesem Morgen pünktlich um 9 Uhr wieder auf unseren
Motorrädern. Unsere Route führte uns zunächst in Richtung Usedom – mit einem klaren Ziel vor
Augen: ein frisches Fischbrötchen an der Ostsee.
Nach einem kurzen Blick auf die Ostsee und einer kleinen Stärkung ging es weiter entlang der
Küste. Die Strecke bot immer wieder schöne Ausblicke und sorgte für echtes Urlaubsgefühl. Unser
nächster Halt war Stralsund, wo wir eine kurze Kaffeepause einlegten und die bisherige Etappe
Revue passieren ließen.
Anschließend setzten wir unsere Fahrt fort und überquerten die Brücke zur Insel Rügen. Von dort
aus war es nicht mehr weit bis zu unserem Tagesziel Göhren.
Nach insgesamt 295 Kilometern erreichten wir gegen 17:15 Uhr unser Hotel. Hier hatten wir für
zwei Nächte gebucht – eine willkommene Gelegenheit, etwas zur Ruhe zu kommen und die
Umgebung intensiver zu genießen.
Tag 6 – Rügenrundfahrt
Heute stand eine gemütliche Tour auf dem Programm. Wir sind kreuz und quer über die Insel
gefahren und konnten die Landschaft ganz entspannt genießen. Der nördlichste Punkt der Insel,
Puttgarden, durfte dabei natürlich nicht fehlen – ebenso wenig wie die beeindruckenden
Kreidefelsen.
Da heute nur 162 km geplant waren, konnten wir uns viel Zeit lassen. Wir legten eine Kaffeepause
in Puttgarden ein und machten unsere Mittagspause direkt an der Ostsee. Unterwegs gab es
zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken, die diesen Tag besonders abwechslungsreich
gemacht haben.
Tag 7 – Von Göhren über Stralsund, Rostock und Wismar zum Plauer See
Nach zwei erholsamen Nächten in Göhren starteten wir am siebten Tag wieder pünktlich unsere
Motorräder. Die Route führte uns zunächst zurück nach Stralsund, wo wir noch einmal den Blick auf
die historische Altstadt und die beeindruckende Rügenbrücke genießen konnten.
Von dort aus ging es weiter nach Rostock. Die Fahrt dorthin war angenehm, und das Wetter blieb
uns weiterhin treu. Rostock selbst bot einen lebendigen Kontrast zu den ruhigeren Küstenorten –
eine spannende Mischung aus Hafenflair, Backsteingotik und Großstadtgefühl.
Anschließend setzten wir unsere Tour nach Wismar fort. Die Stadt mit ihren alten Speicherhäusern
und dem historischen Marktplatz wirkte wie ein kleines Schmuckstück an der Ostsee. Eine kurze
Pause dort tat gut, bevor wir uns wieder auf die Maschinen schwangen.
Das letzte Ziel des Tages war der Plauer See, wo wir unsere nächste Unterkunft erreichten. Die
Strecke dorthin führte uns durch ruhige Landschaften und bot einen entspannten Abschluss der
Etappe.
Ein Tag voller Küstenstädte, schöner Eindrücke und abwechslungsreicher Straßen – genau das, was
eine Motorradtour ausmacht.
Tag 8 – Vom Plauer See über Havelberg, Magdeburg und Halberstadt nach
Bad Harzburg
Am achten Tag starteten wir vom Plauer See aus zu unserer nächsten Etappe. Das Wetter war
immer noch bestens – perfekte Bedingungen für einen langen und entspannten Fahrtag.
Unsere Route führte uns zunächst nach Havelberg, eine ruhige und charmante Kleinstadt, die sich
ideal für eine kurze Durchfahrt eignete. Weiter ging es nach Magdeburg, wo wir wieder auf etwas
mehr städtisches Leben trafen und die Fahrt entlang der Elbe genießen konnten. Ein toller Ort um
auch eine Mittagspause zu machen.
Anschließend setzten wir unsere Tour nach Halberstadt fort. Die Strecke dorthin war
abwechslungsreich und bot genau die richtige Mischung aus entspanntem Cruisen und kurvigen
Abschnitten.
Am Ende des Tages erreichten wir schließlich unser Ziel in Bad Harzburg. Nach insgesamt 293
Kilometern konnten wir dort zufrieden ankommen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Ein weiterer rundum gelungener Tag mit vielen Kilometern, abwechslungsreichen Eindrücken und
durchgehend bestem Wetter.
Tag 9 – Von Bad Harzburg über Osterode am Harz, Herzberg am Harz,
Blankenburg und Harztor nach Bad Frankenhausen und Dingelstädt
Am neunten Tag starteten wir in Bad Harzburg und machten uns auf eine besonders kurvenreiche
Etappe durch den Harz. Schon früh zeigte sich, dass dieser Abschnitt ein echtes Highlight für
Motorradfahrer werden würde.
Über Osterode am Harz und Herzberg am Harz führte uns die Route durch dichte Wälder und über
abwechslungsreiche Straßen, die jede Menge Fahrspaß boten. Der Harz präsentierte sich dabei von
seiner schönsten Seite.
Weiter ging es nach Blankenburg und durch die Region rund um Harztor, wo die Kurven und
Höhenunterschiede noch einmal besonders zur Geltung kamen.
Nach einem Zwischenstopp in Bad Frankenhausen setzten wir unsere Fahrt fort bis nach
Dingelstädt, unserem Ziel für diesen Tag.
Mit insgesamt 276 Kilometern war es eine abwechslungsreiche und vor allem kurvenreiche Etappe –
ein perfekter Tag im Harz mit allem, was eine gute Motorradtour ausmacht.
Tag 10 – Von Dingelstädt über Korbach durch das Rothaargebirge nach Bad
Berleburg, Netphen und Wilnsdorf
Am zehnten Tag starteten wir in Dingelstädt und nahmen Kurs auf Korbach. Schon auf diesem
Abschnitt ließ es sich entspannt fahren, bevor das nächste Highlight auf uns wartete.
Ab dort ging es hinein ins Rothaargebirge – eine kurvenreiche Strecke, die Motorradfahrern richtig
Spaß macht. Die Straßen schlängelten sich durch bewaldete Höhenzüge und boten immer wieder
schöne Ausblicke.
Weiter führte uns die Route über Bad Berleburg und Netphen bis nach Wilnsdorf. Die Strecke blieb
abwechslungsreich und fordernd, genau richtig für einen weiteren gelungenen Fahrtag.
Im Laufe des Tages wurde es langsam wolkiger, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Nach
insgesamt 286 Kilometern konnten wir auch diese Etappe zufrieden beenden.
Ein weiterer kurvenreicher Tag mit tollen Strecken und landschaftlicher Vielfalt – genau das, was die
Tour so besonders macht.
Tag 11 – Von Wilnsdorf durch den Westerwald nach Bendorf und weiter
nach Trier
Am elften Tag starteten wir in Wilnsdorf und fuhren zunächst durch den Westerwald. Die Strecke
bot noch einmal schöne, ruhige Abschnitte und angenehme Straßen, auch wenn sich das Wetter im
Vergleich zu den Vortagen langsam veränderte.
Die Wolken wurden dichter und deuteten bereits an, dass es nicht mehr lange trocken bleiben
könnte. Ab Bendorf entschieden wir uns daher, auf die Autobahn zu wechseln, um schneller
voranzukommen und dem drohenden Regen möglichst zuvorzukommen.
Diese Entscheidung zahlte sich aus: Trotz der grauen Wolken erreichten wir Trier schließlich trocken.
Dort konnten wir den Tag entspannt beenden und auf eine erneut gelungene Etappe zurückblicken.
Ein Tag, der wettertechnisch etwas spannender war, aber dennoch einen guten Abschluss der Tour
bot.
Meine Touren und andere Events
Hier berichte ich über meine Erlebnisse mit dem Motorrad.